Weg Nr. 7: Der Domweg

Quer durchs Elb-Havel-Land

 

1375 wird im Landbuch Kaiser Karls IV., der Tangermünde zur Neben- residenz erkoren hatte, Berlin neben Stendal, Prenzlau und Frank- furt/Oder als Stadt mit dem höchsten Steueraufkommen nachgewiesen. Eine prosperierende Stadt: Da mussten auch die altmärkischen Kaufleute hin! Und weiter nach Stralsund. Der Hanseweg führte über die Elbe in den Elb-Havel-Winkel. Kommt man aus der Prignitz, führt der Weg in die Altmark zunächst in die Dom- und Inselstadt Havelberg. Vom im- posanten, über die Stadt blickenden Havelberger Dom lieh sich der Hanseweg auch seinen Namen, der Domweg. Auf dem Havelberger Pferdemarkt im September wird heute noch per Handschlag gekauft.

Durch die BUGA 2015 wird die Domstadt dauerhaft auch eine anziehende Gartenstadt werden. Von Havelberg aus geht es in eine der kleinsten Städte Deutschlands, nach Sandau und anschließend nach Schollene. Aus dem Schollener See wird Pelose gewonnen, ein Heilschlamm, der in Kranken- häusern und Kurkliniken zur Linderung von Gelenk- und Rheumasch- merzen eingesetzt wird. Im Bauernmuseum Klietz können Sie in einem Schnellkurs Plattdeutsch und dabei noch das Buttern lernen. Es geht Ihnen dann wie den Hanse-Kaufleuten: Einmal in die Ferne reisen und mit neuen Ideen und nach vielerlei Begegnungen wieder nach Hause kommen! Von Schollene aus würden Sie jetzt ins Brandenburgische gelangen, nach Rathenow und von da aus weiter nach Berlin.