Weg Nr. 2: Der Tuchweg

Von der Elbe bis zur Elbe

 

1231 war den Stendaler Gewandschneidern das Alleinrecht auf Tuchschnitt und Verkauf gewährt worden: „Wer Tuch macht, soll es nie ausschneiden. Wer es ausschneidet, der soll nie Tuch machen.“ Damit wurden die Gewandschnei- der im 13. Jahr-hundert zu den alleinigen Tuchhändlern, welche die Preise in An- und Verkauf bestimmten. Herebord von Bismarck, so lesen wir es um 1270, war
in Stendal Gildemeister der mächtigen Gewandschneider, die damals bereits Groß- und Fernhändler waren.
Der Tuchweg verband Magdeburg mit der Hanse- und Hafenstadt Stralsund. Von hier aus gingen die Warenströme weiter nach Skandinavien und in das Baltikum. Von Norden nach Süden betrachtet, gelangen wir an Elbe und Tanger in die alte Kaiserstadt Tangermünde. Von hier geht es in die Bismarckstadt Stendal. Vom hanseatischen Bürgerstolz kündet die Gerichtslaube mit dem drittgrößten Roland Deutschlands. In Iden befindet sich das Deutsche Buchs- baumkompetenz-zentrum, In der Hansestadt Havelberg steht die Alt-stadt auf einer Insel in der Havel und der Blick zum Dom ist einfach beeindruckend.